Archiv der Kategorie 'Berichte aus meinem Aktivismus'

Ein Atomkraftwerk, ein Tripod und ein Kinderbett

Hallo an alle,

gestern war ich bei einem Atomkraftwerk, genauer bei dem AKW Grohnde. Warum?
Weil dorthin Plutonium-Mischoxid Brennelemente aus Sellafield geliefert werden sollten.

Kaum waren wir dort errichteten einige Aktivist*Innen auch schon eine Tripodblockade auf der Hauptzufahrtsstraße, unter der sich kurz darauf auch zwei Menschen an ein Kinderbett anketteten und so effektiv die Straße versperrten.
Die Polizei blieb weitestgehend friedlich und versuchte lediglich zu Beginn der Aktion die Aktivistin von dem Tripod zu holen, beschimpfte jedoch später die Aktivist*Innen als „Sozialunverträglich“.
Frechheit! Wenn etwas „sozialunverträglich“ ist, dann ist es die beständige Gefahr des Todes die von den Atomtransporten und -kraftwerken ausgeht!

wiederständige Grüße,
eine schwarze K(A)tze

von Salzstöcken, spontanität und sehr netten Menschen

Hallo an alle,

das Wochenende war ich mal wieder unterwegs, und so langsam finde ich auch das es mal für ne Weile reicht.
Aber es hat sich gelohnt und war voll entspannt – und ab jetzt mach ich erst mal für ne weile Pause von Aktionen.

Wie der Titel schon verrät war ich bei einem Salzstock. Da es da nicht so viele in der BRD gibt zu denen ich spontan mal hinfahren würde ist anzunehmen das es der in Gorleben oder die Asse ist. Nun, ich war in Gorleben. Freitag erreichte mich ein Anruf ob ich nicht spontan mitkommen wolle, da wäre ne Blockade – kurz musste ich überlegen um dann die frage zu bejahen. Also wurde ich mit einem anderen Menschen aus meinem Freund*Innenkreis mit dorthin genommen.
Dort angekommen haben wir uns dann am nächsten Tag, nach einer Nacht im Auto, zur Jugendblockade von X-Tausendmalque(e)r begeben. Bei der Bezugsgruppen- und Torfindung hab ich dann eine ziemlich coole Bezugsgruppe von lauter „Ersties“ gefunden und wir sind dann vor das am wenigsten räumungsgefährdete Tor gegangen. Dort haben wir dann angefangen Karten zu spielen und irgendwie haben sich da zwei Menschen gesucht und gefunden – oder so ähnlich.
Nach einer weiteren Nacht im Auto sind wir dann heute Mittag nach einem kurzen Besuch bei der Geburtstagsblockade von Gorleben 365 wieder nach Hause gefahren da eine kleine schwarz Katze noch ein Vorstellungsgespräch bei einer WG hatte – und Abends noch bei Pizza und Audiolith-Mukke eine Bestätigung für eine andere WG bekommen hat *freu*

Nach einem Filmausklang mit einer Person aus meinem Freund*Innenkreis verabschiede ich mich nun in die kommende Woche und bin gespannt was das Leben mal wieder bereit hält,

mit bunten müden Grüßen,
eine schwarze Katze

Immer wieder das gleiche Rassist*Innenpack!!!

Hallo an alle,

Heute noch mal ein Eintrag mit viel Wut und Hass!
Hass auf diesen Staat und seine „Rechtsprechung“. Gestern wurde der 21 Jahre alte Jetmir aus Göttingen in den Kosovo abgeschoben.
Er wohnt seit seinem 4. Lebensmonat in Deutschland, beherrscht die Sprache (im Kosovo) nicht und ist eine große Stütze für seine Familie. Im Kosovo drohen ihm Gewalt und Ausgrenzung – am Ende vielleicht sogar Mord. Er kann dort nicht Arbeiten, die Arbeitslosenquote für Roma liegt dort bei über 90%. Er ist dort noch mehr dem Rassismus ausgesetzt als hier in Deutschland.

An den Staat: Du hast es wieder einmal geschafft ein Menschenleben, eine Existenz zu zerstören. Und nicht nur eine, die Familie wurde auseinandergerissen! Schämt euch! Empfindet ihr denn gar nichts mehr? Habt ihr kein Mitgefühl, seit ihr so kalt? Oder ist euch euer Kapital wichtiger als ein Leben? Wie viel ist ein (nicht „deutsches“) Leben denn überhaupt Wert?

wütende Grüße,
eine schwarze Katze

Solidarität muss praktisch werden – Feuer und Flamme den Abschiebebehörden!

P.S.: Tante Edit hat noch diesen schönen Link gefunden. Tante Edit ist echt voll fleißig :-)